Der intensive Dialog mit der Politik, internationale Kooperation, aktueller wissenschaftlicher Input und Selbstverpflichtung zu einem offenen Miteinander – das sind die Grundpfeiler für die Arbeit von automotiveland.nrw. Auf der gestrigen Mitgliederversammlung von automotiveland.nrw e.V. wurde das   erfolgreiche Jahr 2020 bilanziert. Die Mitglieder, im wesentlichen Automotive-Unternehmen aus NRW, die aktiv und gemeinsam dem Wandel der Branche begegnen wollen, verständigten sich auf weitere Projekte und Kooperationen.

Interessensvertretung
automotiveland.nrw fungierte 2020 zum einen verstärkt als Interessensvertretung der Unternehmen im politischen Raum und konnte Bedarfe unter anderem im Regionaldialog des Bundeswirtschaftsministeriums, im Zulieferdialog des NRW-Wirtschaftsministeriums sowie im Grünen Wirtschaftsdialog platzieren – ein Input, der direkt aus den Unternehmen kommt und in industriepolitische Leitlinien einfließt. Zum anderen konnte sich automotiveland.nrw trotz Corona weiterhin international vernetzen: auf dem Deutsch-Chinesischen Automobilkongress, der hybrid sowohl in China als auch an zwei Standorten in Deutschland stattfand. Austausch, technologische Neuerungen und Projekt-Kooperationen waren Gegenstand des zweitägigen Kongresses.

Forschung
automotiveland.nrw war im letzten Jahr an der Erstellung einer Studie des NRW-Wirtschaftsministeriums beteiligt, die die Potenziale und Perspektiven der Automobilwirtschaft in Nordrhein-Westfalen beleuchtet. Damit hat die Clusterinitiative eine wertvolle Grundlage für ihre Ausrichtung und Aktivitäten bekommen. Ein weiteres Ergebnis: Ein für ganz Nordrhein-Westfalen arbeitendes Automotive-Kompetenzzentrum könnte unter Federführung von automotiveland.nrw mehrere wichtige Aufgaben im Rahmen des automobilen Wandels wahrnehmen.

Unternehmenskultur
Mit automotiveland.nrw nehmen Unternehmer der Region die Vorbereitung auf den Wandel selbst in die Hand. Auch 2021 ist eine Reihe von Fortbildungen für Manager und Mitarbeiter geplant. Die Unternehmen befassen sich darüber hinaus aber mit Ansätzen für eine neue Unternehmenskultur: Dabei geht es um den Umgang mit Fehlern – innerhalb eines Unternehmens, aber auch innerhalb einer Zulieferkette. In einem Statement setzt sich automotiveland.nrw ausdrücklich für einen offenen Umgang mit Fehlern und eine Kultur der Kooperation als Baustein für dynamische, effektive Veränderungsprozesse ein.

Neue Aktivitäten und Projekte
Für Austausch und Präsentation sind 2021 trotz Corona-Ungewissheit zahlreiche Aktivitäten geplant, zum Beispiel die Präsentation auf dem Mobile World Kongress im Juni, möglicherweise auf der IAA MOBILITY im September und bei der Digital Life Design in Tel Aviv. Zudem ist automotiveland.nrw Partner bei der neu entwickelten polisMOBILITY im nächsten Jahr in Köln, bei der Trends, Konzepte und Lösungen rund um die Mobilität der Zukunft im Zusammenhang mit urbanem Leben und Digitalisierung präsentiert werden. Die polisCONVENTION GmbH aus Wuppertal ist mit der Messe Köln zentraler Träger der Veranstaltung. Automotiveland.nrw bringt sich zudem in den neuen Studiengang „Automotive Management“ der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ein: Somit können aus der Praxis aktuelle Ausbildungsinhalte hinterlegt werden, aber auch Seminararbeiten und Praktika angeboten werden. Mit zahlreichen Partnern aus dem Hochschulbereich – insbesondere der Bergischen Universität – wird zudem ein Förderantrag für ein Kompetenzzentrum Leistungselektronik vorbereitet, das Support bei der Forschung und Entwicklung dieses für neue Mobilität zentralen Bausteins geben will. Dieses Kompetenzzentrum, über dessen Förderung gegen Ende des Jahres entschieden wird, kann zusätzliche Impulse für die zukunftsgerichtete Aufstellung der Unternehmen liefern.

Bilanz
„Wir haben mit automotiveland.nrw in 2020 wesentliche Impulse für die Branche auslösen können“, fasst Stephan A. Vogelskamp als Vorstand zusammen. „Was wir mit all den Aktivitäten, unserem Transformationsmanagement, bewegen, ist zum einen die Weiterentwicklung einer für NRW zentralen Branche, zum anderen sichern wir damit aber eben auch die Zukunftschancen der in den Unternehmen tätigen Kolleginnen und Kollegen.“