Begleitstudie der Hochschule Fresenius liegt vor

15 Studierende im Master Sustainable Marketing und Leadership der Hochschule Fresenius haben im Januar 2021 eine sehr umfangreiche Analyse des Projektes Urbane Produktion vorgelegt. Bei dem Projekt geht es um Initiativen im Städtedreieck, durch die eine neue Generation von vernetzten, gemeinwohlorientierten, ressourcenschonenden und stadtteilnahen Unternehmen entsteht – für eine kleinteilige, stabile Wirtschaftsentwicklung.

Die Studierenden haben sich jedes der sieben Teilprojekte gründlich angeschaut, Stärken und Schwächen in dieser aktuellen Situation identifiziert und projektspezifische und allgemeine Handlungsempfehlungen formuliert. Ein Semester lang haben sie sich mit dem komplexen Gesamtprojekt und seiner Strategie befasst und schließlich für alle Beteiligten hilfreiche Anregungen entwickelt.

Interaktives Potenzial, Vitalisierung für die Stadtteile, hoher ökologischer Anspruch, viele Kooperationsmöglichkeiten – all das bescheinigt die studentische Forschungsarbeit den Projekten.

Sie regt aber in dieser frühen Projektphase ein Bündel von Maßnahmen an, um mehr Transparenz und mehr Wissen in Bevölkerung und bei potenziellen Projektinteressierten zu erzeugen. So kann jedes der Projekte eine stabile Basis bekommen, seinen Radius erweitern und sich damit wirtschaftlich besser aufstellen.

Die Ideen der Studierenden sehen neben verschiedenen Marketingmaßnahmen für jedes einzelne Projekt auch übergreifende Strategien vor, die den Verbund und den Austausch miteinander befördern und damit den Kerngedanken des Projekts aufnehmen. So empfiehlt die Forschungsarbeit eine durchgehend gemeinsame Nutzung von Ressourcen. Eine Art „Ressourcen-Tinder“ war bereits aus einem der Teilprojekte entwickelt worden, und wird als effektive Plattform für alle Projekte angesehen, um ressourcenschonend zu arbeiten und letztlich auch Anregungen für noch nicht identifizierte Möglichkeiten zu generieren. Für mehr Transparenz innerhalb des Projektsystems sowie nach außen wird unter anderem eine Wissensdatenbank empfohlen, die erarbeitete Ergebnisse und Leitfäden für das gesamte Spektrum der Urbanen Produktion beinhalten kann.

Die Arbeit zeigt zudem, wo sich die Projekte gegenseitig „ausstellen“ und damit kommunizieren können, wo virtuelle und zukünftig reale Präsentationsplattformen entstehen können, um möglichst viele Menschen für den Mehrwert des Projektverbundes zu interessieren. Das Projekt „Gläserne Werkstatt“ in Solingen verfügt zum Beispiel über Ausstellungsflächen, die Schmiede für urbane Manufakturen in Remscheid über Räume für Workshops und Seminare, das Projekt Neue Urbane Produktion in der Utopiastadt in Wuppertal kann auf ein Café und ein Campus-Areal für verschiedenste Eventarten zurückgreifen.

Prof. Dr. Lutz Becker, Studiendekan des Masters Sustainable Marketing & Leadership am Standort Köln und Leiter der Forschung freut sich über die Ergebnisse der Studie und betont die Komplexität des Projekts mit seinen vielen Beteiligten. „In einem Pandemie-Semester, in dem praktisch alles über Zoom und ein ganzes Bündel anderer Online Tools lief, ist das eine nicht zu unterschätzende Leistung,“ so Prof. Becker.

Die Empfehlungen aus der Studie haben auch folgendes zum Ziel: Sie verstehen sich als Beitrag dazu, das Gesamtprojekt mit seinen Einzelteilen langfristig wirtschaftlich tragfähig zu machen und damit die Zukunft dieser innovativen Strukturen zu sichern.

Das Projekt „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Quartiersentwicklung “ wird durch die Bergische Struktur und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) gesteuert und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Ansprechpartnerin

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Uta Schneider

0212 / 88 16 06 – 64
schneider[at]bergische-gesellschaft.de

GEFÖRDERT DURCH

Das Projekt “Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Quartiersentwicklung” wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.